Von Flaschen bis Fässern: So optimieren Sie Lagerprozesse in der Getränkeindustrie
Bei Swisslog sehen wir, wie Automatisierung, Software und eine verlässliche Infrastruktur Getränkeherstellern helfen, diese Herausforderungen in Chancen zu verwandeln – und dabei Effizienz, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit steigern.
Die Herausforderungen in Getränkelagern
Zeit für einen Blick auf die zentralen operativen Hürden in Getränkelagern und wie smarte Technologie dabei helfen kann, sie zu überwinden.
Getränkelogistik ist ein Balanceakt zwischen Präzision, Geschwindigkeit und Flexibilität. Von der Sicherung der Kühlkette bis zum Management einer stetig wachsenden Zahl an SKUs. Die Komplexität moderner Abläufe nimmt zu.
Temperaturkontrolle bleibt bei Milchmischgetränken, Säften und bestimmten alkoholischen Getränken entscheidend. Schon kleine Schwankungen können Qualität und Compliance beeinträchtigen. Für konsistente Bedingungen über Lagerung, Handling und Distribution hinweg sind Präzision und volle Transparenz nötig – herkömmliche Systeme allein können das nicht leisten.
Gleichzeitig war die Produktvielfalt nie größer. Hunderte oder sogar tausende SKUs in unterschiedlichen Formaten, Geschmacksrichtungen und Verpackungen setzen Hersteller unter Druck, Lagerfläche zu optimieren und Chargen- sowie Haltbarkeitsdaten präzise zu verfolgen. Effizientes Slotting und Picking sind essenziell – ebenso Agilität, um bei Produktwechseln oder Nachfrageverschiebungen schnell anzupassen.
Die physische Beschaffenheit von Getränken erhöht die Komplexität zusätzlich. Schwere Paletten, Glasflaschen und Aluminiumdosen erfordern verstärkte Infrastruktur und Technik, die hohe Lasten sicher handhaben können. Hier ist Automatisierung nicht nur ein Effizienzhebel, sondern auch ein Schutz vor Produktschäden, Arbeitsunfällen und Engpässen, die die gesamte Lieferkette ausbremsen.
Zusätzlich ist Nachfrage alles andere als planbar. Saisonale Spitzen im Sommer und zu Feiertagen treffen auf kurzfristige Ausschläge durch Social-Media-Trends oder Limited Editions. Lager müssen flexibel genug sein, Lagerbestände umzuschichten, die Kommissionierung neu zu priorisieren und Outbound-Prozesse nahezu in Echtzeit zu skalieren.
Diese Herausforderungen sind eng miteinander verknüpft und verdeutlichen, warum Getränkehersteller auf intelligentere, datengetriebene Technologien setzen. Von Automatisierung bis zu fortschrittlicher Software: Die nächste Generation von Lagerlösungen gibt Herstellern die Kontrolle, Transparenz und Anpassungsfähigkeit, um in einem dynamischen Markt sicher zu agieren.
Wie smarte Technologien Abhilfe schaffen
Hohe Lagerdichte flexibel gedacht
Vectura Stacker Cranes und PowerStore Shuttle-Systeme von Swisslog ermöglichen eine hohe Lagerdichte in Raumtemperatur-, Kühl- und Tiefkühlbereichen. Ausgelegt für hohe Lasten, bieten diese Systeme die Skalierbarkeit und Resilienz, die Getränkehersteller benötigen.
Intelligentes Bestandsmanagement
Mit unserer SynQ-Software erhalten Hersteller Echtzeittransparenz über den Lagerbestand, Tracking von Haltbarkeitsdaten und Kommissionierung nach frühestem Ablaufdatum. Die Integration in gängige ERP-Systeme sorgt für durchgängige Informationsflüsse von der Produktion bis zur Distribution.
Intelligente Prognosen
Prognosen stützen sich längst nicht mehr nur auf saisonale Spitzen. KI-gestützte WMS- und ERP-Systeme ermöglichen smartere Nachschubsteuerung und agiles Slotting, sodass Hersteller auf Nachfragesignale von Promo-Aktionen, Social Media und Markttrends reagieren können.
Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
Unsere Systeme sind auf energieeffizienten Betrieb ausgelegt. Regenerative Antriebe an Regalbediengeräten und Fördertechnik speisen überschüssige Energie ins Netz zurück; intelligentes Energiemanagement reduziert den Gesamtverbrauch. Automatisierung unterstützt zudem Abfalltrennung und Recycling – ein zentraler Nachhaltigkeitsfaktor.
Erfolgsbeispiele der Getränkeautomatisierung
Swisslog-Kunden profitieren von den Vorteilen der Automatisierung bereits heute. Royal Unibrew hat seine Lagerautomatisierung beispielsweise dreimal erweitert und mit Vectura Regalbediengeräten und Fördertechnik sowie SynQ-Software rund 60 Prozent Lagerflächeneinsparung erzielt. Der Betrieb ist nun skalierbar und resilient.
„Die Installation der neuen Regalbediengeräte in unserem alten Lager erforderte umfangreiche Planung und Logistik. Zugleich haben wir das neue Lager gebaut und ausgerüstet. Dabei musste der Regelbetrieb ohne Unterbrechungen weiterlaufen. Gemeinsam mit Swisslog ist uns das sehr gut gelungen und größere Störungen blieben aus“, berichtet Søren Hansen, Warehouse Manager bei Royal Unibrew.
Pepsi Bottling Ventures (PBV) in den USA implementierte im Standort Garner, NC, das PowerStore Paletten-Shuttle-System von Swisslog. Dadurch steigerte PBV die Lagerkapazität in der bestehenden Lagerhalle um 61,5 Prozent, trotz flacher Hallendecke ohne kostspielige bauliche Erweiterungen.
„Eine herkömmliche Erweiterung unserer Anlage hätte langfristig zu Ineffizienzen geführt – durch längere Gabelstapler-Fahrwege sowie höhere Kosten für Heizung und Kühlung.“
Trends, die das nächste Jahrzehnt prägen
Mehrere Einflüsse formen die Zukunft der Getränkelogistik. Mobile Robotik wie AGVs und AMRs wird unverzichtbar, um schwere oder fragile Lasten sicher zu bewegen. IoT-Sensoren liefern Echtzeitdaten zu Temperatur- und Handlingbedingungen, während Blockchain in Segmenten wie Alkohol die Rückverfolgbarkeit und Authentizität stärkt.
Gleichzeitig ermöglichen KI-gestützte Vorhersagen eine engere Ausrichtung des Lagerbestands an der Nachfrage, um Verluste zu reduzieren und Engpässe zu verhindern. Mit flexibler Automatisierung – etwa durch Mixed-Case-Palettierung und Shuttle-Systeme – macht Lager anpassungsfähig für zunehmend vielfältige Produktportfolios.
Fazit
Mit resilienter, intelligenter und nachhaltiger Technologie werden Lager zu strategischen Ressourcen: Sie befähigen Hersteller dazu, schneller zu reagieren und konstant hohe Qualität zu liefern. Wer heute auf Automatisierung, Software und verlässliche Infrastruktur setzt, sichert sich Wettbewerbsvorteile.